COVIDiary: Uta

„Ganz angstfrei bin ich nicht.“

April 2020

Ich bin die Uta, komme aus Bamberg und bin 35 Jahre alt. Ich habe im Januar meine kleine Frida zur Welt gebracht und bin deshalb zurzeit extrem viel spazieren, aber die restliche Zeit auch viel zuhause. Neulich war ich das erste Mal mit Maske einkaufen. Das war komisch. Die Begegnungen auf der Straße sind komisch. Und die Situation ist ziemlich verwirrend.

Ob ich Angst vor dem Virus habe? Also ich pass schon auf. Ich habe ein bisschen Bedenken, muss ich sagen – so ganz angstfrei bin ich nicht. Am meisten vermisse ich, meine Familie zu sehen, aber auch ins Café zu gehen. Oder einfach, sich mal mit mehreren Leuten zu treffen. Draußen.

Mir gefällt gerade, dass nicht so viele beziehungsweise gar keine Touristen da sind. Die leere Stadt, das finde ich super. Ob mir das dauerhaft gefallen würde, ist wieder eine andere Frage. Aber aktuell finde ich es total erholsam.

Das erste, was ich dann machen würde, wenn dieser Lockdown vorbei ist, wäre, zu meiner Mutter zu gehen und sie mal wieder in den Arm zu nehmen und zu drücken.


English translation

„I’m not completely free of fear.“

April 2020

I’m Uta, I’m from Bamberg and I’m 35 years old. I gave birth to my little Frida in January, which is why I am walking a lot right now, but I also spend a lot of the time at home. The other day I went shopping with a mask for the first time. That was weird. The encounters on the street are weird. And the situation is pretty confusing.

Am I afraid of the virus? So I’m paying attention. I have some concerns, I have to say – I am not completely free of fear. What I miss most is seeing my family, but also going to the café. Or just to meet up with several people. Outside.

I just like that there are not so many or no tourists. The empty city, I think that’s great. Another question is whether I would like this permanently. But currently I find it totally relaxing.
The first thing I would do when this lockdown is over is to go and hug and squeeze my mother again.