COVIDiary: Noah

„Und hoffentlich kann ich dann wieder anfangen zu arbeiten.“

Juni 2020

Ich bin Noah. Ich komme aus Berlin und bin 30 Jahre alt. Ich hatte einen befristeten Arbeitsvertrag bis März. Der wurde anschließend nicht verlängert. Mein Arbeitsvertrag ging nicht weiter. Und ich habe bis heute, bis jetzt, Probleme damit, was Neues zu finden. Viele Unternehmen sagen zurzeit, sie haben Einstellungsstopp, sie stellen also keine Leute mehr ein.

Angst vor dem Virus habe ich gar nicht, weil ich weiß, wie ich mich schützen kann. Ich denke, es gab eine ziemlich gute Aufklärung. Eigentlich hat mir nicht sonderlich viel gefehlt. Ich fand das sogar ziemlich schön, diese Lockdown-Zeit. Runter zu schalten, sich nicht darum zu kümmern, wen sieht oder trifft man. Ich fand‘s auch eigentlich relativ entspannt. Keine sozialen Verpflichtungen in dem Sinne zu haben, dass man jemanden sehen muss. Es war völlig okay, wenn man einfach für sich oder innerhalb der Familie geblieben ist. Ich habe meinen Nachbarn meine Hilfe angeboten. Das fand ich sehr schön, meinen Nachbarn konnte ich helfen.

Wenn die ganze Geschichte vorbei ist, freue ich mich darauf, in den Supermarkt ohne Maske zu gehen. Das wird richtig befreiend, glaube ich. Und ohne ’nen Einkaufswagen nehmen zu müssen. Und hoffentlich kann ich dann wieder anfangen zu arbeiten.


English translation:

„And hopefully I can start working again.“

June 2020

I am Noah. I come from Berlin and I am 30 years old. I had a fixed-term contract until March. It was not subsequently extended. My employment contract did not go on. And I still have problems finding something new. Many companies currently say they have hiring freezes, so they don’t hire people anymore.

I am not afraid of the virus, because I know how to protect myself. I think there was pretty good public informing. Actually, I wasn’t missing much. I even thought it was pretty nice, this lockdown time. Switching down, not caring who you see or meet. I actually found it relatively relaxed. Not having social obligations in the sense that you have to see someone. It was perfectly okay to just stay for yourself or within the family. I offered my help to my neighbors. I felt fine, I could help my neighbors.

When the whole story is over, I look forward to go into the supermarket without wearing a mask. It will be really liberating, I think. And without having to take a shopping cart. And hopefully I can start working again.